Zentrum für Seltene Hörstörungen
Das Zentrum für seltene Hörstörungen bietet eine umfassende interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung seltener angeborener und erworbener Hörstörungen sowie komplexer Erkrankungen des Hörens. Patientinnen und Patienten profitieren dabei von einer Versorgung auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Diagnostik und Behandlung seltener Hörerkrankungen und genetischer Syndrome mit Hörbeteiligung, wie beispielsweise dem Usher-Syndrom, auditorischer Neuropathie oder dem CHARGE-Syndrom. Das diagnostische Spektrum umfasst unter anderem pädaudiologische und phoniatrische Untersuchungen, objektive Hördiagnostik einschließlich BERA, Neugeborenenhörscreening, genetische Diagnostik und Beratung sowie logopädische, psychologische und entwicklungsdiagnostische Verfahren. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch die Diagnostik und Behandlung seltener Stimm-, Sprach- und Schluckstörungen.
Die Abklärung und Diagnostik erfolgt für Kinder und Erwachsene in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit. Kinder werden überwiegend in der Pädaudiologie betreut; bei speziellen Fragestellungen, beispielsweise einer Cochlea-Implantat-Versorgung, besteht eine enge Kooperation mit dem CI-Zentrum Ruhrgebiet und der Universitäts-HNO-Klinik.
Ein erfahrenes interdisziplinäres Team aus Fachärztinnen und Fachärzten, Logopädinnen und Logopäden, Audiometrie-Assistentinnen und -Assistenten, Psychologinnen und Psychologen, Heilpädagoginnen und -pädagogen sowie weiteren Fachkräften arbeitet eng zusammen. Darüber hinaus besteht eine enge Vernetzung mit nationalen Referenzzentren der Pädaudiologie sowie mit der Humangenetik der Ruhr-Universität Bochum im Rahmen genetischer Diagnostik und Forschungsprojekte.
Weitere Informationen:
- Kombinierte Sinnesbehinderungen: Das Usher-Syndrom sowie weitere Ausprägungen von Taubblindheit.
- Signalübertragungsstörungen: Auditorische Neuropathien (wie etwa genetische Veränderungen im Otoferlin-Gen).
- Komplexe Systemerkrankungen: Seltene syndromale Hörstörungen (z.B. das Goldenhar-,Pendred-, oder Long-QT-Syndrom).
- Genetisch bedingte Einschränkungen: Monogene Schwerhörigkeiten (z.B. bedingt durch Connexine oder Myosine).
- Infektionsbedingte Schäden: Hörverlust als Folge von Infektionen, wie der angeborenen (konnatalen) CMV-Infektion.
Adresse
St. Elisabeth-Hospital
Klinikum der Ruhr-Universität Bochum
Bleichstraße 15
44787 Bochum
Terminvereinbarung
Ansprechpartner/in
Michaela Niessala
- Tel.: +49 (0)234 – 509 8464
- Fax: +49 (0)234 – 509 8393
- E-Mail: michaela.niessala@klinikum-bochum.de
Sprechstunden
Phoniatrie und Pädaudiologie:
Mo. – Do. 07:00 – 12:00 Uhr, 13:00 – 15:00 Uhr
Fr. 07:00 – 12:00 Uhr
Privatsprechstunde:
Mo. 7:00 – 14:00 Uhr und Do. 7:00 -13:00 Uhr
Stimm- und Schluckdiagnostik:
Mo. 09:00 – 14:00 Uhr und Do. 08:00 – 12:00 Uhr
Implantierbare Hörsysteme:
Mit. 08:00 – 12:00 Uhr in Kooperation mit der HNO-Universitätsklinik
CI-Zentrum:
Mit. und Fr. nach telefonischer Vereinbarung
